Vor fast einem Jahr wurde das nun schon nahezu allabendlich ausgebuchte Restaurant Pulvermühle eröffnet und schon seit anderthalb Jahren konzeptioniert und führt der studierte Gastronom Ulf Röpe als Restaurantchef und Serviermeister die Pulvermühle.

GBB: Ulf, wie bist du nach so spannenden Wirkungsstätten wie dem Vapiano in Hongkong oder auch dem Restaurant der MS Europa auf die Pulvermühle bei uns in Groß Borstel gekommen? Zumal du ja gar nicht in unserem schönen Stadtteil mit deiner Familie lebst.

U.R.: Ich wollte mal wieder an Land arbeiten und der hohen See den Rücken kehren, um in erster Linie meine Familie wieder häufiger sehen zu können. Also habe ich mich im Internet nach freien Arbeitsplätzen in Eppendorf und Umgebung umgesehen. Sehr schnell traf ich auf eine Anzeige von den Chefs der Pulvermühle, das sind übrigens die Geschäftsführer der DEKOM AG, die einen Oberkellner suchten. Ich stellte mich vor, wir wurden uns sofort einig, und ich hatte einen neuen Arbeitsplatz. Zunächst bedeutete es für mich mehr, Renovierungsarbeiten zu erledigen und den Gastraum zu planen, als das Restaurant zu leiten. Doch plötzlich ging dann alles sehr schnell, und wir erfreuten und erfreuen uns hier bei euch in Groß Borstel allergrößter Beliebtheit. Da macht das Arbeiten gleich noch mal so viel Spaß!

GBB: Es ist ja üblich, nach 100 Tagen Resümee zu ziehen, lass´ es uns jetzt nach etwa 300 Tagen tun. Was hat von Beginn an gut geklappt, was durftet ihr lernen, und was möchtet ihr noch verändern?

U.R.: Am allerwichtigsten war uns, die Neugier der Groß Borstler zu wecken. Möglichst alle sollten kommen, um zu gucken und schmecken, was wir so auf den Tisch bringen. Vielleicht waren noch nicht alle Nachbarn bei uns, aber richtig viele waren es schon. Ja, und dann funktionierte die Technik – im Restaurant sowie auch in der Küche – von Beginn an nahezu einwandfrei. Was wir allerdings erst lernen mussten, war, dass wir für euch hier einen wirklich richtig guten Koch hinter den Herd, Grill und Pizza-Ofen stellen mussten. Ihr seid wirklich anspruchsvoll, ich find’s aber gut so. Das motiviert uns! Unsere nächsten Projekte sind zum einen, dass wir unser Bankett noch stärker etablieren möchten, obwohl wir gerade für die Monate April und Mai zum Glück schon sehr viele Buchungen annehmen durften. Es ist aber natürlich auch die Zeit der Konfirmationen und Hochzeiten. Des Weiteren haben wir meist mittags noch freie Plätze zu vergeben. Das gilt es noch zu verändern. Allerdings lässt die Anbindung an den ÖPNV meines Erachtens hier in GroBo auch noch ein wenig zu wünschen übrig. Und last but not least wollen wir unsere Terrasse umgestalten. Immerhin steht uns im Sommer ja die Fußball-WM ins Haus.

GBB: Lieber Ulf, wenn ich jetzt eine gute Fee aus meiner Jackentasche ziehen könnte und du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?

U.R.: Mein erster Wunsch wäre, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, weiter würde ich gern häufiger zum Golfspielen kommen und zu guter Letzt ist doch gute Gesundheit die Basis für ein schönes Leben.

GBB: Herzlichen Dank, alles Liebe für dich persönlich und natürlich auch für eure und unsere Pulvermühle.

Marion Liebermann