Die Geschichte der Straßennamen

Benennung der Straßen und Bedeutung ihrer Namen in alphabetischer Reihenfolge

A
Alsterkrugchaussee
Am Jägerholz
Am LicentiatenbergB
Beerboomstücken
Borsteler Bogen
Borsteler Chaussee
Brödermannsweg
BrückwiesenstraßeD
Dannmeyerstraße

E
Eberkamp

F
Frustbergstraße

G
Geesmoor
Georgiweg
Geschwister-Beschütz-Bogen

H
Heselstücken
Haldenstieg
Heimkehr
Hindenburgstraße
Holunderweg

I
In der MaschJ
JagdhornK
Katharina-Jacob-Weg
Kellerbleek,

Klotzenmoor
Klotzenmoorstieg
Köppenstraße
Koldeweystraße
Carl Koldewey

L
Licentiatenweg
pdf Der Licentiatenweg
Lokstedter Damm
Lollenboom

Ludwig-Dörmer-Weg

M
Merckelweg
Moortrift
Moortwiete
Moorweg

N
Niendorfer Weg
Nirrnheimweg

O
Obenhauptstraße
Ortleppweg

P
Paeplowstieg
Paeplowweg
Papenreye
PlogstiegR
Rathbusch
Reitzeweg
Roggenbuckstieg
Rosenbrock
RosenbrookbrückeS
SchreberstraßeSchrödersweg
Schwartauer Straße
Sportallee
Spreenende
Stavenhagenstraße
Steinblockstraße
Strüverweg
Stutzenkamp

W
Walter-Bärsch-Weg
Warnckesweg
Weg beim Jäger
Wigandweg
Woltersstraße


Alsterkrugchaussee

Benennung: Im Volksmund entstandener Name für die an Stelle der alten Kieler Landstraße 1830 vollendete Chaussee von der Eppendorfer Mühle bis zum Alsterkrug. Die Haus-Nummern 277-459 gehören zu Groß Borstel. 1898 wurde die Strecke bis zum Erdkampsweg ausgedehnt.

Amtl. Anzeiger 212 v. 31.10.1967: Die zwischen Meenkwiese und Eppendorfer Landstraße verlaufende Teilstrecke der Alsterkrugchaussee wird in „Eppendorfer

Landstraße“ umbenannt. Die zwischen Meenkwiese und Deelböge/Borsteler Chaussee verlaufende Teil- strecke wird in „Salomon-Heine-Weg“ umbenannt.

Bedeutung: Seit 1720 gibt es den Alsterkrug als Gastwirtschaft. Bevor die Chaussee gebaut wurde, führte die alte Landstraße durch die Alsterwiesen zum Alsterkrug. Wegen des sumpfigen Untergrundes war sie für schwere Fuhrwerke schlecht passierbar. Deshalb stellte der damalige Alsterkrug-Wirt, Hein Möller, 8 Pferde zum Vorspannen zur Verfügung, um die schlimmsten Stellen überwinden zu helfen.

1906 erhielt die Chaussee von der „Borsteler Brücke“ (jetzt Rosenbrookbrücke) bis zum Alsterkrug Kleinpflaster auf der vorhandenen Steinschlagbahn.

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Am Jägerholz

Benennung: Amtsblatt 43 v. 22.3.1911: Der zwischen Licentiatenweg und dem Weg beim Jäger belegene Weg Nr. 227 wird Am Jägerholz benannt.

Bedeutung: Ist nach dem anliegenden Gehölz „Borsteler Jäger“ und dem Geländestück, das den Flurnamen „Im Holz“ trug, benannt. (Stat. Landesamt)

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Am Licentiatenberg

Benennung: Amtl. Anzeiger 125 v. 1.7.1960: Der vom Weg beim Jäger abzweigende und nach bogenförmigem Verlauf wieder in den Weg beim Jäger einmündende Weg wird „Am Licentiatenberg benannt.

Bedeutung: siehe Licentiatenweg

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Beerboomstücken

Benennung: Amtl. Anzeiger 160 v. 19.7.1956: Die zwischen Borsteler Chaussee und Klotzenmoor verlaufende neu angelegte Straße wird Beerboomstücken benannt.

Bedeutung: Alte Flurbezeichnung „Beerboomstücken“, vermutlich das Stück, auf dem die Birnbäume wuchsen.

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Borsteler Bogen

Benennung: Amtl. Anzeiger v. 6.8.1968: Das Teilstück der Borsteler Chaussee wird umbenannt in Borsteler Bogen.

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Borsteler Chaussee
Benennung: erstmals 1864

Sie verlief früher von der Einmündung Spreenende über den heutigen Borsteler Bogen bis etwa zum Brödermannsweg. 1829 wurde die Straße durch das Moor bis zum Rosenbrook geschüttet.

1904 wurde die Beleuchtung mit 26 Gaslaternen beschlossen. Bis 1907 gab es nur eine Steinschlagfahrbahn, ab dann Kleinpflaster.

Sie bildete mit 3 Baumreihen eine wunderschöne Lindenallee. Ab 1945 wurden sehr viele Bäume gefällt. Durch den Ausbau der Chaussee 1968 ging die Allee vollständig verloren. (Schul-Chronik)

Amtl. Anzeiger v. 3.10.1925: Umbenennung des Weg Nr. 21 (nördliche Verlängerung der Borsteler Chaussee) in Borsteler Chaussee.

Amtl. Anzeiger v. 6.8.1968: Durchbruch vom Warnckesweg zum Spreenende wird Borsteler Chaussee.

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Brödermannsweg

Benennung: erstmals 1864 als „Schulweg“ benannt. Amtl. Anzeiger v. 3.10.1925: Der Schulweg wird umbenannt in Brödermannsweg. Bedeutung: Johann Hinrich Brödermann (1739-1809) war ein bedeutender Schiffsmakler. Er kaufte 1771 von Nikolaus Frey den sogenannten „Kohlgarten“. Als Brödermann den Besitz übernahm, hat Frey ihn bereits zu einem mit viel Heide, Eichen und Buchen bestandenen Park umgewandelt. Brödermann ersetzte die Bäume zum Teil durch Blautannen und Koniferen sowie weitläufige Rasenflächen. Nach ihm erhielt der ehemalige „Lustgarten“ den Namen „Brödermanns Kohlgarten“ und die Straße 1925 ihren Namen (Kollauer Chronik).

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Brückwiesenstraße

Benennung: Amtsblatt 173 v. 25.11.1903: Der Weg Nr. 384 wird in Brückwiesenstraße umbenannt.

Bedeutung: Alter Flurname: Brück-Wischen = Wiesen zu beiden Seiten der Brücke (nach Lokstedt).

Die Verlängerung der Brückwiesenstraße zum Niendorfer Weg war die ehemalige Abercrons-Allee und führte zum Park des Senators Petersen, dem jetzigen Strüver-Gelände (Kollauer Chronik).

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Dannmeyerstraße

Benennung: Amtl. Anzeiger 245 v. 18.12.1961: Vom Spreenende als Fußweg in nord- westlicher Richtung abzweigender neu angelegter Weg, der in den Eberkamp mündet.

Bedeutung: Prof. Dr. Ferdinand Dannmeyer (1880-1959), Meteorologe, in Erweiterung der Motivgruppe »Meteorologen“ (Stat. Landesamt).

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Eberkamp

Benennung: Amtl. Anzeiger 57 v. 8.3; 1936: Die nördlich des Weg 200 von der Borsteler Chaussee nach Osten abzweigende Straße ist in einer Länge von etwa 130 m Eberkamp benannt worden. Der zwischen der Borsteler Chaussee und dem Eberkamp gelegene Teil des Weg 200 ist aufgehoben worden.

Bedeutung: Flurname. Auf diesem Gebiet war Eich-Urwald (Eichenwald) und Schweinemast. (Kollauer Chronik).

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Frustbergstraße

Benennung: Amtsblatt 147 v. 29.8.1906: „Hierdurch wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dass der auf dem vormals Dr. Nanne’schen Grundstück in Groß Borstel zwischen Warnckesweg und Schrödersweg angelegten neuen Straße der Name ‚Frustberg‘ beigelegt worden ist.“ Landherrenschaft d. Geestlande.

Bedeutung: Die Erklärung des Namens ist nicht eindeutig. Die Kollauer Chronik gibt mehrere Worterklärungen, von denen die folgende die glaubwürdigste zu sein scheint:

„Auf dem Borsteller Frustberg, welcher offenbar vor der Grundbuchzeit eine Gerneinde-Freiheit war, wird ein Gemeinde-Schober gestanden haben, welcher dazu diente, die Feldfrüchte der Bauern ursprünglich vor den Überschwemmungen der Tarpe und dem moorigen Untergrunde – südlich lag das Gehs-Moor -und später vor Regen und Winterfrost zu schützen. Dieser allen bekannte und von allen benutzte Bark wird die Koppel getauft haben. Später hat sich der Flurname auf die ganze Käthnerstelle nördlich und südlich des Weges nach der Koppel über- tragen, nachdem die Freiheit Privatbesitz geworden war.“

Frustberg = Frostschober.

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Geesmoor

Benennung: Amtl. Anzeiger 194 v. 25.8.1939: Der Weg zwischen Brödermannsweg und dem Lokstedter Damm wird Geesmoor benannt-

Bedeutung: Flurbezeichnung. Das Gehsmoor (auch Geßmoor) lag südlich des Frustberges. Geß kommt vermutlich vom Frauennamen Gesch = Gesa. So hieß die Frau des Hans Wollenweber. Er war der erste Eigentümer des „Gülck’schen Hofes“, der an der Ecke Holunderweg/Brödermannsweg lag. Später besaß ihn J.A Erdmann Ahlswede (siehe auch Holunderweg).

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Georgiweg

Benennung: Amtl. Anzeiger 235 v. 5.12.1975: Die von der Köppenstraße abzweigende, zunächst in südlicher, dann in westlicher Richtung verlaufende und in einer Kehre endende Stichstraße wird Georgiweg benannt-

Bedeutung: Dr. Johannes Georgi (1888-1972), Meteorologe, Polarforscher, in Erweiterung der Motivgruppe „Meteorologen“. (Stat. Landesarnt).

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Geschwister-Beschütz-Bogen

Benennung: Amtl. Anzeiger 68 vom 7.4.1993: Die von der Obenhauptstraße ringförmig wieder in die Obenhauptstraße einmündende Straße wird Geschwister-Beschütz-Bogen benannt.

Bedeutung: Die jüdischen Hamburger Lehrerinnen Olga und Marie Beschütz (1876/1882-1941, Deportation, Todesdatum unbekannt) waren Opfer des Nationalsozialismus.

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Häselstücken

Benennung: Amtl. Anzeiger 18 v. 30.1.1950: Der etwa 100 m westlich der Sportallee vom Weg 594 in südöstliche Richtung abzweigende und in die Sportallee einmündende Weg unter Aufhebung der bisherigen behelfsmäßigen Bezeichnung „Sportallee-Nebenweg 1 “ wird Häselstücken benannt.

Amtl. Anzeiger 245 v. 18.12.1980: Die etwa 260 m lange, von der Sportallee – etwa 20 m südlich der Einmündung Paeplowweg – zunächst 150 m in südwestlicher und dann in westlicher Richtung verlaufende und in einer Kehre endende neu angelegte Straße wird Häselstücken benannt.

Amtl. Anzeiger 226 v. 22.11.1985: Straßenverlängerung bis an die Sportallee (Fertigstellung).

Bedeutung: Nach dem ehemaligen Flur’stück‘ „Im Haselbusch“ und dem „Lütje Häsel“, einer mit Haselbüschen bestandenen Koppel. Es wird angenommen, dass es sich beim „Lütjen Häsel“ auch um ein Hügelgrab aus germanischer Zeit handelte. (Kollauer Chronik).

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Haldenstieg

Benennung: Amtl. Anzeiger 13 v. 18.1.1951: Der etwa 250 m lange Weg wird unter Aufhebung der bisherigen behelfsmäßigen Bezeichnung „Borsteler Chaussee, Nebenweg 1“ Haldenstieg benannt.

Amtl. Anzeiger 82 v. 28.4.1964: Das zwischen Tarpenbek und Flughafengrenze süd-östliche Teilstück des Weges Robert-Blum-Straße wird Haldenstieg benannt.

Bedeutung: War früher als Aschberg bekannt. Die Asche aus der Stadt wurde im offenen Pferdewagen dorthin gebracht. Später war er die Schutthalde der Müllabfuhr. Seit 1949 hieß er Borsteler Chaussee, Nebenweg 1. (Hanna Sieh).

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Heimkehr

Benennung: Amtl. Anzeiger 277 v. 4.12.1953: Der westlich des Weges Häselstücken vom Paeplowweg in südöstlicher Richtung abzweigende und in die Sportallee einmündende Weg unter Aufhebung der Bezeichnung Weg Nr. 249 wird Heimkehr benannt.

Amtl. Anzeiger 153 v. 12.8.1981: Die etwa 380 qm große Teilfläche des Weges Heimkehr sowie der in dem Bebauungsplan Groß Borstel 19 nicht mehr ausgewiesene Teil dieses Weges wird mit sofortiger Wirkung als für den öffentlichen Verkehr entbehrlich entwidmet und aufgehoben.

Bedeutung: In Anlehnung an die meistens aus Heimkehrern bestehenden Ansiedler (Stat. Landesamt).

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Hindenburgstraße

Benennung: Amtl. Anzeiger 187 v. 29.9.1975: Die etwa 70 m lange, ab Alsterkrugchaussee in nordwestlicher Richtung verlaufende neu angelegte Verlängerung (sie kommt von Alsterdort) der Hindenburgstraße.

Amtl. Anzeiger 111 v. 12.6.1979: Die etwa 170 m lange, vom bisherigennördlichen Ende der Hindenburgstraße in nordwestliche Richtung bis zur Obenhauptstraße verlaufende neu ausgebaute Verlängerung der Hindenburgstraße.

Bedeutung: Paul v. Hindenburg (1847-1934), Reichspräsident, Ehrenbürger von Harnburg.

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Holunderweg

Benennung: Amtsblatt 10 v. 22.1.1910: Die auf den Parzellen 95 und 417 zwischen Schrödersweg und Schulweg neu angelegte Privatstraße wird Holunderweg benannt.

Bedeutung: Die Straße erhielt ihren Namen nach den Holunderbüschen, die die Ahlswedesche Kate einfaßten. Die „Ahlswedesche Kate“ war eine Brinksitzerstelle am Geesmoor/Brödermannsweg (siehe auch Geesmoor).

Der Kunstmaler Wilhelm Martens, der an der Ecke Brödermannsweg/Holunder- weg wohnte, erbaute die Villenkolonie Holunderweg (Kollauer Chronik).

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In der Masch

Benennung :Amtl. Anzeiger 85 v. 3.5.1963: Entwidmung eines öffentlichen Weges: Die Wegeparzelle „Die Masch“ zwischen Haldenstieg und etwa 70 m westlich der Borsteler Chaussee wird mit sofortiger Wirkung als für den öffentlichen Verkehr entbehrlich entwidmet und gleichzeitig aufgehoben.

Amtl. Anzeiger 40 v. 26.2.1968: Der vom Haldenstieg etwa 220 m westlich der Borsteler Chaussee in südlicher Richtung abzweigende und nach etwa 85 m in einer Kehre endende neu angelegte Weg wird „In der Masch“ benannt.

Bedeutung: Flurname: Masch = tiefliegende Weide, auf der manchmal das blanke Wasser stand. (Kollauer Chronik).

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Jagdhorn

Benennung: Amtl. Anzeiger 170 v. 4.8.1955: Umbenennung des bisher als Weg beim Jäger, Nebenweg 3, bezeichneten Weges.

Bedeutung: In Anlehnung an die in dieser Gegend bestehenden Bezeichnungen „Borsteler Jäger“ und “ Weg beim Jäger“ und damit an die Jagdtradition Groß Borstels erinnernd. (Stat. Landesamt).

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Katharina-Jacob-Weg

Benennung: Amtl. Anzeiger 70 vom 8.4.1992: Der Weg Nr. 1 und 244 zwischen Paeplowweg und Alsterkrugchaussee gelegen wird in Katharina-Jacob-Weg benannt.

Bedeutung: Die Hamburger Lehrerin Katharina Jacob (1907-1989) war Kommunistin und  Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus sowie Mitglied der „Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe.

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Kellerbleek

Benennung: Amtl. Anzeiger 11 v. 26.1.1948: Umbenennung der Brückenstraße in Kellerbleek.

Bedeutung: Auf „Eine Fläche Landes mit Ehemals zerstörten Steingebäuden“, nach Mensing, Schlesw.-Holst. Wörterbuch III, Sp.92, weist das plattdeutsche Wort „Keller“ in Ortsnamen hin (Steinhäuser = Hünengräber, lt. Kollauer Chronik I, S. 357). „Bleek“ bedeutet nach Borchling-Lasch, Mittelniederdeutsches Handbuch 3, Sp.292, „Fläche Landes, Grundstück, Fleck“. (Hamburger Adressbuch).
Weitere Informationen zum Kellerbleek finden Sie hier!

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Klotzenmoor

Benennung: Amtsblatt 32 v. 17.3.1910: Die vom Moorweg (heute Köppenstraße) abzweigende Straße erhält die Bezeichnung Klotzenmoor (führt zunächst bis zur Woltersstraße).

Amtl. Anzeiger 185 v. 29.7.1928: Benannt wird die nordwestliche Verlängerung der Straße Klotzenmoor bis Weg beim Jäger sowie die auf der Grenze zwischen Groß Borstel und Eppendorf (das Eppendorfer Moor und der untere Teil der Borsteler Chaussee gehörte damals noch zu Eppendorf) bis in die Nähe der Kreuzung der Borsteler Chaussee und der Alsterkrugchaussee verlaufende südöstliche Verlängerung der Straße Klotzenmoor.

Bedeutung: Flurname: „Glutzen-Moor“, es war Teil des Eppendorfer Moores. „Glutz“  = Klotz = umgehauener Stamm = umgeschlagener Wald im Moor. (Kollauer Chronik).

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Klotzenmoorstieg

Benennung: Amtl. Anzeiger 245 v. 18.12.1961: Der vom Klotzenmoor nach Osten abzweigende neu angelegte Weg wird Klotzenmoorstieg benannt

Bedeutung: Flurname „Glutzenmoor“, Erläuterung siehe Klotzenmoor.

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Köppenstraße (früher Violastraße)

Benennung: Amtsblatt v. 13.12.1898: Das Teilstück von der Borsteler Chaussee bis zur heutigen Ecke Moorweg wird Violastraße benannt (nach den dort früher aufgetretenen Stiefmütterchenviola tricolor).

Amtl. Anzeiger 270 v. 14.11.1934: Die Violastraße wird umbenannt in Köppenstraße.

Amtl. Anzeiger 43 v. 2.3.1960: Die Teilstrecke des Moorweges, zwischen Klotzenmoor und Köppenstraße, unter Hinzuziehung zu der Köppenstraße, wird umbenannt in Köppenstraße.

Bedeutung: Prof. Dr. Wladimir Köppen (1846-1940), Meteorologe, war seit 1875 Abt Vorsteher an der Hamburger Seewarte. 1923 zog er mit Tochter und Schwiegersohn, dem bekannten Grönlandforscher A Wegener, der 1931 in Grönland den Tod fand, nach Graz, wo er auch starb. Große Bedeutung hatte die von ihm geschaffene „Drachenstation“, die 1898 gegründet wurde und seit 1904 in Groß Borstel an der heutigen Ecke Wigandweg/Köppenstraße lag.

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Koldeweystraße

Benennung: Amtl. Anzeiger 209 v. 29.10.1959: Der zwischen Wigandweg und dem Moorweg neu angelegte behelfsmäßige (sogenannte) Bebberweg wird in Koldeweystraße benannt.

Bedeutung: Carl Christian Koldewey (1837-1908), Admiralitätsrat, Abteilungsvorsteher an der Deutschen Seewarte, in Erweiterung der Motivgruppe „Meteorologen“.

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Licentiatenweg

Benennung: Amtl. Anzeiger v. 25.11.1903: Der Weg Nr. 221 an der Westseite des Borsteler Gehölzes (gemeint ist der „Borsteler Jäger“) wird Licentiatenweg benannt Amtl. Anzeiger 12 v. 17.1.1967: Entwidmung. Der etwa 140 m lange Teil des Licentiatenweges zwischen 150 m nördlich der Polizeistation und dem Wegende ist für den öffentlichen Verkehr entbehrlich geworden und wird eingezogen.

Amtl. Anzeiger 21 v. 30.1.1969: Entwidmung. Ein Teil des Licentiatenweges zwischen Polizeischule und seinem Ende (Flughafen) wird aufgehoben.

Amtl. Anzeiger 228 v. 24.11.1977: Entwidmung. Ein Teil zwischen Flughafen und 80 m südlich davor wird aufgehoben.

Bedeutung: Es wird angenommen, dass der Licentiatenberg ein Hügelgrab aus germanischer Zeit war, wie auch der „Lütje Häsel“.

Das Wort „Licentiat“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „mit Erlaubnis versehen“. Warum der Hügel diesen Namen erhielt, ist nicht eindeutig zu klären- Bekannt ist aber, dass die damaligen Vögte von Groß Borstel mit der Erlaubnis zur niederen Gerichtsbarkeit (das „Dorfgericht“) in der Nähe des Licentiatenberges/Spreenende hinter der Steinblockstraße bei einer Gruppe von Eichen tagte. Daher stammt vermutlich auch der frühere Name der Gaststätte am Spreenende „Drei Eichen“ -heute „Käpt’n Fiete“ (Kollauer Chronik).

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Lokstedter Damm

Benennung: erstmals 1864

Es war ursprünglich ein durch die Tarpenbekwiesen geschütteter Damm, der über die Brückenstraße (heute Kellerbleek) nach Lokstedt rührte.

Bedeutung: benannt nach dem ehemaligen Dorf Lokstedt.

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Lollenboom

Benennung: Amtl. Anzeiger 257 v. 26.10.1932: Die vom nördlichen Ende der Schreberstraße im Bogen nach dem Weg beim Jäger (jetzt Spreenende) rührende Straße wird Lollenboom benannt.

Bedeutung: Sie ist nicht eindeutig. Das Stat. Landesamt nennt folgende Bedeutung: Loll kommt vom altdänischen Lo und bedeutet „tiefliegende Ebene“, in diesem Fall das Borsteler Wurzelmoor. „boom“ ist gleichbedeutend mit Boden. In der Kollauer Chronik wird folgende Bedeutung zugrunde gelegt:

Die Flurbezeichnung Lölln-Bom kommt von lollen, lullen = leise Trauergesänge anstimmen, wie es die Beghinen taten (ein Verein f. Armen- und Krankenpflege). Möglicherweise gehörte ihnen einmal dieses Land.

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Merckelweg (früher Jahnstraße)

Benennurig: Amtsblatt 173 v. 25.11.1903: Der Weg Nr.80 zwischen Lokstedter Damm und Warnckesweg wird Jahnstraße benannt.

Amtl. Anzeiger 11 v. 26.1.1948: Umbenennung der Jahnstraße in Merckelweg. Bedeutung: Curt Merckel (1858-1921) war Hamburger Baudirektor (Stat. Landesamt).

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Moortrift

Benennung: Amtl. Anzeiger 196 v. 18.8.1932: Der vom Kramerkamp (jetzt Flughafengelände) nach Südwesten abzweigende und in das nördliche Ende der Borsteler Chaussee mündende Weg Nr. 200 wird benannt in Moortrift.

Amtl. Anzeiger 171 v. 4.9.1968: 1. Teilaufhebung, Entwidmung des Moortriftes von der Flughafengrenze bis etwa 520 m nach Südwesten. Amtl. Anzeiger 247 v. 21.12.1988: 2. Teilaufhebung.

Bedeutung: Der Weg rührte bis an die ehemaligen Moorkoppeln, die dem Borsteler Wurzelmoor vorgelagert waren. Es ist heute alles Flughafengelände.

Trift bedeutete ursprünglich eine Grasflur, die zur Weide – besonders für Schafe – geeignet ist.

Im Zusammenhang mit dieser Benennung: Weg zum Weideauftrieb des Viehs.

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Moortwiete

Benennung: erstmals 1864. Bedeutung: s. Moorweg.

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Moorweg

Benennung: erstmals 1864

Der alte Moorweg rührte von der Borsteler Chaussee über die Köppenstraße zum Eppendorfer Moor.

Amtsblatt 64 v. 19.4.1906: Die von Ahlswede Erben über die Parzelle 134 neu angelegte Privatstraße (heute der Teil der Köppenstraße, der noch Kopfsteinpflaster hat), welche die Fortsetzung des auf der Strecke zwischen Borsteler Chaussee und Violastraße belegenen Teils des Moorweges bildet, wird ebenfalls Moorweg benannt.

Bedeutung: Wegen seiner Lage am Eppendorfer Moor so benannt.

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Niendorfer Weg

Benennung: erstmals 1864

Bedeutung: Eine ins ehemalige Dorf Niendorf führende Straße.

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Nirrnheimweg

Benennung: Amtl. Anzeiger 206 v. 4.9.1931: Der Senat hat beschlossen, die von der Borsteler Chaussee nördlich des Weg beim Jäger (jetzt Spreenende) nach Osten abzweigende Straße mit Wendeplatz und Fußgängerdurchgang nach dem Klotzenmoor (heute gibt es nur noch den Fußweg Dannmeyerstraße) Nirrnheimweg zu benennen-

Bedeutung: Fritz Louis Nirrnheim (1830-1906), Lehrer und Bürgerschaftsabgeordneter (Stat. Landesamt).

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Obenhauptstraße

Benennung: Amtl. Anzeiger 75 vom 16.4.1973: Die zunächst etwa 125 m lange nordwestlich des Paeplowweges von der Sportallee nach Nordosten abgehende neu angelegte Stichstraße wird Obenhauptstraße benannt.

Amtl. Anzeiger 111 vom 12.6.1979: etwa 160 m Verlängerung

Amtl. Anzeiger 68 vom 7.4.1993: etwa 380 m Verlängerung

Amtl. Anzeiger 168 vom 31.8.1993: vom bisherigen Ende in den Weg beim Jäger einmündend.

Bedeutung: August Obenhaupt (30.11.1884-17.7.1967) war Leiter des Bezirksamtes www.Nord.

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Ortleppweg

Benennung: Amtl. Anzeiger 185 v. 14.8.1957: Der vom Wamckesweg abzweigende neu angelegte Weg wird Ortleppweg benannt.

Bedeutung: Oskar Ortlepp (1867 -1945), Lehrer, niederdeutscher Dichter, in Erweiterung der Motivgruppe „Niederdeutsche Dichter“. Ortlepp war bis 1931 Lehrer. Entdeckt als Dichter hat ihn Paul Wriede, der u.a. zwei Märchenbände von ihm gedruckt hat: „De wunnerbare Regenschärm“ und “ Wunnerland un Woterkant“ (Stat. Landesamt und Groß Borsteler Bote, Dez. 1957).

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Paeplowstieg

Benennung: Amtl. Anzeiger 13 v. 18.1.1951: Der etwa 270 m nordöstlich des Platzes Licentiatenberg vom Weg beim Jäger in östlicher Richtung abzweigende und in den Paeplowweg einmündende Weg unter Aufhebung der bisherigen Bezeichnung Weg Nr. 384 wird in Paeplowstieg umbenannt.

Bedeutung: s. Paeplowweg.

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Paeplowweg

Benennung: Amt1. Anzeiger 51 v. 17.3.1950: Die Wege Nr. 386 und 594 werden Paeplowweg benannt.

Amt1. Anzeiger 147 v. 14.8.1950: Verlängerung des Paeplowweges von der Sportallee in östlicher Richtung bis zur Einmündung in die Alsterkrugchaussee unter Aufhebung des Weges Nr. 238.

Amt1. Anzeiger 222 v. 17.11.1981: Teilaufhebung.

Der Paeplowweg östlich der Sportallee, auf Teilen der Flurstücke 238 und 1788, wird für den Verkehr gesperrt.

Bedeutung: Friedrich Albert Karl Paeplow (1860-1934), Bürgerschaftsabgeordneter (Stat. Landesamt).

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Papenreye

Benennung: Amtl. Anzeiger 117 vom 20.6.1994: Das von der Tarpenbek zur Borsteler Chaussee/Spreenende weitergebaute Teilstück der Papenreye wird am 4.6.1993 für den Verkehr freigegeben.

Bedeutung: Alter Flurname: Pape = Pfaffe oder Pfarrer, Reye bzw. Reihe besagt, dass die Straße nur einseitig bebaut war, es kann aber auch die Bezeichnung für einen kleinen Wasserlauf sein.

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Plogstieg

Benennung: Amt1. Anzeiger 273 v. 1.12.1956: Der von der Stavenhagenstraße abzweigende neu angelegte Weg (Sackgasse) wird Plogstieg benannt.

Bedeutung: Wl1helm Flog (1884-1946), niederdeutscher Dichter, in Ergänzung der Motivgruppe „Niederdeutsche Dichter“. (Stat. Landesamt).

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Rathbusch

Benennung: Amt1. Anzeiger 121 v. 27.6.1960: Die zwischen dem Klotzenmoor und Weg 173 belegene Teilstrecke des Moorweges wird in Rathbusch umbenannt.

Bedeutung: Alte Flurbezeichnung ist Rasebusch = Wiese im Busch. (Kollauer Chronik)

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Reitzeweg

Benennung: Amt1. Anzeiger 201 v. 27.9.1951: Der ehemalige Weg Nr. 21 wird in Reitzeweg umbenannt.

Amt1. Anzeiger 17 v. 21.1.1957: Die etwa 250 rn lange nördliche Teilstrecke wird Reitzeweg benannt.

Amt1. Anzeiger 67 v. 6.4.1961: Aufgrund des am 7.10.1955 festgelegten Teilbe- bauungsplanes TB 356 ist das etwa 190 m lange nördliche Teilstück des Reitzeweges aufgehoben und eingezogen worden. Die Fläche wird mit sofortiger Wirkung dem öffentlichen Verkehr entzogen.

Bedeutung: Johanne Reitze (1878-1949), Reichstagsabgeordnete (Stat. Landesamt).

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Roggenbuckstieg

Benennung: Amt1. Anzeiger 201 v. 27.9.1951: Der Weg Nr. 146 wird in Roggenbuck- stieg umbenannt-

Bedeutung: Hans Peter Christian Roggenbuck (1822-1900) erwarb 1871 den Brinksitz des Joh. Wilh. Struß an der Borsteler Chaussee, “ einst 1768 dem Jacob Gebers auf der Aashöm ausgewiesen, heute Nr. 184-190 und vom Roggenbuck- stieg begrenzt.“ (Armin Clasen)

Etwa an der Stelle des ehemaligen Landhauses stehen heute die Reihenhäuser am Roggenbuckstieg. 1851 hatte Roggenbuck bereits das heute noch stehende und von ihm erbaute Strohdachhaus Borsteler Chaussee 285 gekauft.

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Rosenbrock (heute Rosenbrook)

Benennung: Amtsblatt 126 v. 14.9.1910: Früher ein Teil der Tarpenbekstraße.

Amtl. Anzeiger 31 v. 15.2.1950: Der in südwestlicher Verlängerung der Straße Rosenbrook verlaufende, an der Güterumgehungsbahn endende und in die Erikastraße einmündende Weg wird ebenfalls „Rosenbrook“ benannt.

Bedeutung: alte Flurbezeichnung, vermutlich wegen der ehemaligen Rosenfelder auf diesem Gebiet.

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Rosenbrookbriicke

Benennung: Amtl. Anz. 143 v. 26.7.1967: Die im Zuge der neuen Straßenführung des Weges Rosenbrook über die Tarpenbek führende neu errichtete Brücke wird „Rosenbrookbrücke“ benannt.

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Schreberstraße

Benennung: Amtl. Anzeiger 257 v. 26.10.1932: Die vom Licentiatenberg bei der Einmündung der Sechsundsiebzigerstraße in nördlicher Richtung abzweigende Straße wird Schreberstraße.

Bedeutung: Daniel Gottlob Schreber, Arzt und Orthopäde (1808-1861), in Leipzig geboren und gestorben, förderte gymnastische Erziehung und Errichtung öffentlicher Spielplätze. Nach ihm wurden die Schrebergärten benannt.

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Schrödersweg

Benennung: erstmals 1864

Bedeutung: Dr. Christian W.A.A. Schröder (1789-1872), aus Sachsen-Koburg kommend, ließ sich 1815 als Garnisonsarzt in Hamburg nieder. Er heiratete 1818 die zum Christentum übergetretene Tochter Salomon Heines, Fanny, und kaufte 1822 den Frustberg (Käthnerhof und Park) von Elisabeth Goßler-Berenberg. (Kollauer Chronik).

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Schwartauer Straße (früher Sechsundsiebzigerstraße)

Benennung: Amtl. Anzeiger 196 v.18.8.1932: Der vom Weg beim Jäger am Licentiatenberg abzweigende, nördlich um die Rennbahn herum nach der Zeppelinstraße führende Weg Nr. 220 wird in „Sechsundsiebzigerstraße“ benannt.

Amtl. Anzeiger 134 v. 10.6.1934 (früher Weg Nr. 220): Der östliche Teil der Sechsundsiebzigerstraße zwischen Weg 308 und dem Südeingang zum Flughafen wird aufgehoben. Der Zugang zu dem westlichen Teil der Sechsundsiebzigerstraße und zur Siedlung in Groß Borstel am Kramerkamp ist nur über Groß Borstel gestattet.

Bedeutung der 76er-Straße: Als 1867 Preußen die Wehrhoheit an den Hamburger Staat abtrat, wurde das 2. Hanseatische Infanterieregiment 76 gegründet. Es existierte bis zum Ende des 1. Weltkrieges.

Das 76er Regiment hielt seine Schießübungen auf dem Schießstand im Eppendorfer Moor bis zum Jahr 1903 ab, dann wurde er ans Ende der Borsteler Chaussee verlegt.

Amtl. Anzeiger 129 v. 25.9.1947: Die „Sechsundsiebzigerstraße“ wird in Schwartauer Straße umbenannt.

Amtl. Anzeiger 76 v. 20.4.1966: Die Teilstrecke der Schwartauer Straße von der Grenze des Flughafens bis etwa 190 m südlich davon wird mit sofortiger Wirkung als fiir den öffentlichen Verkehr entbehrlich entwidmet und eingezogen.

Amtl. Anzeiger 171 v. 4.9.1968: Die Teilstrecke von der Flughafengrenze bis etwa 200 m nach Südwesten wird mit sofortiger Wirkung als für den öffentlichen verkehr entbehrlich entwidmet und eingezogen.

Amtl. Anzeiger 55 v. 19.3.1974: Der aufgrund des Bebauungsplanes Groß Borstel 7 in Verbindung mit § 7 Abs. 4 des Hamburger Wegegesetzes in der Fassung vom 22.1.1974 (Hbg. Gesetz- und Verordnungsblatt, S. 41) entwidmete Teil des öffentlichen Weges Schwartauer Straße zwischen „Am Licentiatenberg“ und etwa 40 m nördlich davon wird am 13.5.1974 für den Verkehr endgültig gesperrt.

Bedeutung: Die Straße ist nach der Stadt Bad Schwartau benannt in Ergänzung der Motivgruppe „Städte im östlichen Holstein“ (Stat. Landesamt).

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Sportallee (früher Sportstraße)

Benennung: Amtsblatt 173 v. 25.11.1903: Der Weg Nr. 297 zwischen Alsterkrugchaussee und dem Weg beim Jäger wird Sportstraße benannt.

Amtl. Anzeiger 11 v. 26.1.1948: Die Sportstraße wird umbenannt in Sportallee. Bedeutung: Die Straße ist benannt nach dem Hamburger Sportclub, der 1891 die Borsteler Rennbahn anlegen ließ, zu der die Straße führte.

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Spreenende (früher Weg beim Jäger)

Benennung: Amtl. Anzeiger 222 v. 20.9.1933: Der Senat hat beschlossen, den Weg beim Jäger auf der Strecke von der Borsteler Chaussee bis zum Licentiatenberg Spreenende zu benennen-

Bedeutung: Flurname, „Spreen, spreet, spreeten“ bedeutet ausbreiten. Mit „Ende, Enden“ bezeichnete man früher ein Feldstück, das etwa 1000 qm und etwas mehr umfasste. Es liegt die Vermutung nahe, dass auf dieser Flur der Hanf zum Trocknen ausgebreitet wurde. (Hamburger Adressbuch)

Eine andere Deutung gibt die Kollauer Chronik an: Spreen = Stare, Fangstätte für Stare.

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Stavenhagenstraße

Benennung: erstmals 1864 als „Königstraße“ benannt.

Amtl. Anzeiger v. 3.10.1925: Die Königstraße wird in Stavenhagenstraße umbenannt.

Bedeutung: Fritz Stavenhagen (1876-1906) war ein niederdeutscher Dichter und lebte in Groß Borstel. Nach ihm wurde auch das Stavenhagenhaus benannt. Sein Denkmal steht im Park des Stavenhagenhauses.

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Steinblockstraße

Benennung: Amtsblatt 173 v. 25.11.1903: Der von Fr. Holst neu angelegte Weg Nr. 185 F wird Steinblockstraße benannt.

Bedeutung: Flurname, Steenblöcken, „Blöcke“ sind kurze Querstücke vor den langen Stücken (Saatland), (Kollauer Chronik).

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Strüverweg

Benennung: Amtl. Anzeiger 50 v. 3.3.1953: Benannt wird der etwa 40 m westlich der Brückwiesenstraße vom Niendorfer Weg in südlicher Richtung abzweigende und nach zickzackförmigem Verlauf in den Warnckesweg einmündende Fußweg unter Aufhebung der vorläufigen Bezeichnung „Ad.-Strüver-Weg“, früher Niendorfer Weg -Nebenweg 1.

Bedeutung: Adolf Strüver (1866-1947), Vorbesitzer des Geländes und Gründer des „Ad. Strüver“ Werkes am Niendorfer Weg 11.

Sein Sohn Hans ließ die dortige Siedlung 1951-52 für seine Firmenangehörigen bauen.

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Stutzenkamp

Benennung: Amtl. Anzeiger 170 v. 4.8.1955: Umbenennung des bisher als Weg beim Jäger, Nebenweg 2, bezeichneten Weges.

Bedeutung: In Anlehnung an die in dieser Gegend bestehenden Bezeichnungen „Borsteler Jäger“ und “ Weg beim Jäger“ und damit an die Jagdtradition Groß Borstels erinnernd.

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Walter-Bärsch-Weg

Benennung: Amtl. Anzeiger 21 vom 18.2.2000: Der etwa 160 m lange, von der Alsterkrugchaussee – schräg gegenüber der Einmündung Höhenstieg – nach Nordwesten abzweigende und in die Obenhauptstraße einmündende Verbindungsweg wird Walter-Bärsch-Weg benannt.

Bedeutung: Walter Bärsch (26.10.1914-7.1.1996) war 10 Jahre lang Lehrer an der heutigen Carl-Götze-Schule, von 1959-1967 Schulleiter an der Schule für Verhaltensgestörte, 1967-1972 Leiter des hamburgischen schulpsychologischen Dienstes „Schülerhilfe“, von 1970-1977 Oberschulrat in der Hamburger Schulbehörde und seit 1977 ordentlicher Professor für Sonderpädagogik an der Universität Hamburg. Über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt wurde er als Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. Er lebte von 1957 bis zu seinem Tod in Groß Borstel.

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Warnckesweg

Benennung: erstmals 1864 . Amt1, Anzeiger v. 6.8.1968: Das Teilstück der Borsteler Chaussee, das vom Borsteler Bogen zur Borsteler Chaussee/Ecke Roggenbuckstieg führt, wird in Warnckesweg umbenannt.

Bedeutung: Die Straße erhielt ihren Namen nach dem Käthnerhof (Halbhufe) des Hans Warncke, der seinen Hof an der heutigen Brückwiesenstraße hatte, da wo der Warnckesweg einmündet. Von 1602 bis 1878 war die Familie Warncke über 8 Generationen dort ansässig.

Der bekannte Dichter Gustav Falke erwarb 1904 eine Parzelle des einstigen Bauernhofes. (Kollauer Chronik)

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Weg beim Jäger

Benennung: erstmals 1864

Amtsblatt 152 v. 18.10.1908: Der ehemalige Weg Nr. 253, der in der Verlängerung des Fuhlsbüttler Dammes (jetzt Röntgenstraße) von der Alsterkrugchaussee abzweigt, wird in ‚Weg beim Jäger‘ benannt.

Amtlicher Anzeiger 222 v. 20.9.1933: Die neu hergestellte Straße – im Zuge des Weg beim Jäger vom Licentiatenberg bis zur Straße Klotzenmoor und ihre zukünftige Verlängerung (wurde nicht gebaut) bis zur Borsteler Chaussee – wird ‚Weg beim Jäger‘ benannt.

Bedeutung: Cornelius Nikolaus Johann Wehling aus Bilsen (bei Quickborn) war Klosterjäger des Klosters St. Johannis in Eppendorf. Er kam 1803 auf die ehemalige Hofstelle des Klosters, dem heutigen „Borsteler Jäger“. Nach ihm wurde die Straße benannt. Sein Sohn Cornelius Martin wurde 1837 Eigentümer dieses als Halbhufe ausgewiesenen Anwesens, lebte allerdings nicht mehr von der Forstwirtschaft, sondern vom Betrieb einer Gastwirtschaft. (Kollauer Chronik)

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Wigandweg

Benennung: Amtl. Anzeiger 209 v. 29.11.1959: Der zwischen Köppenstraße und Koldeweystraße neu angelegte Weg wird Wigandweg benannt.

Amtl. Anzeiger 15 v. 22.1.1981: Benannt wird die auf den Flurstücken 1659 und 1660 belegene Verlängerung (Kehre) des Wigandweges.

Bedeutung: Prof. Dr. Albert Wigand (1882-1932), Meteorologe, in Erweiterung der Motivgruppe „Meteorologen“.

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Woltersstraße

Benennung: Amtsblatt 38 v. 20.3.1895

Bedeutung: H.G. Ludwig Elias Wolters wurde am 10.7.1840 in Braunschweig geboren und ist am 19.12.1917 in Groß Borstel gestorben. Ihm gehörten die Ländereien um die Woltersstraße. Er war Ortsvorsteher in Groß Borstel zur Zeit der Landherrenschaft der Geestlande und hat die nach ihm benannte Straße angelegt.

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Quellen

Benennung der Straßen und Bedeutung ihrer Namen
zusammengestellt von Traute Matthes-Walk, in:

Groß Borstel – vom Dorf zum Stadtteil

Herausgeber: Kommunal-Verein von 1889 in Groß Borstel r.V., Hamburg 1989 (2. Aufl.), S. 300 – 312

 

Neue Straßen in Groß Borstel
zusammengestellt von Traute Matthes-Walk, in:

Groß Borstel 1989 bis 2000

Herausgeber: Kommunal-Verein von 1889 in Groß Borstel r.V., Hamburg 2000, S. 135 f.

 

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