Ein Wechsel an der Spitze des Kommunal-Vereins

Bei seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden des Kommunal-Vereins (KV) erklärte Dr. Hans-Heinrich Nölke 2015 sehr klar, dass er nur zwei Jahre das Amt ausüben würde, um es danach in jüngere Hände zu geben.

Ein erstes wichtiges Vorhaben war daher für ihn die Umstrukturierung und Verjüngung des Vorstandes. Dies ist ihm gut gelungen, so dass seine Nachfolgerin, Ulrike Zeising, darauf aufbauen kann.

In seine Amtszeit fielen u. a. der extreme Anstieg der Flüchtlingszahlen, der Baubeginn des umstrittenen Projektes „Tarpenbeker Ufer“, die Ankündigung von Aldi und der Haspa, ihre Filialen zu schließen. Keine schönen Voraussetzungen, um schnelle Lösungen zu präsentieren. Doch mit Geschick und Ausdauer gelang es Dr. Nölke, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord, Kompromisse zu finden und Weichen zu stellen.

Ein weiteres Anliegen konnte er aufgrund der neuen in Kraft getretenen Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung auf den Weg bringen: Ein Antrag zur Einführung von Tempo 30 vor Schulen, Kindertagesstätten und den Elbe-Werkstätten in Groß Borstel.

Sehr viel Freude machten Dr. Nölke die Nachforschungen über die Borsteler Familie Marcus. Mit großer Energie bearbeitete der Ingenieur die für ihn nicht so vertrauten Themen: Kunst und Musik. Ungeahnte persönliche Beziehungen konnten er, aber auch die Borsteler bei den Besuchen der Familienangehörigen im Stavenhagenhaus aufbauen.

Bevor die Bombe bei der Haspa platzte (Schließung der Filiale), war es ihm möglich, eine Gedenkveranstaltung mit Dia-Vortrag zum 60. Todestag des Borsteler Malers Friedrich Schaper mit der Haspa zu arrangieren. Dies veranlasste Georg West, dem KV vier Bilder seines Onkels, des Borsteler Malers Paul Storm, als bleibendes Andenken zu vermachen.

Der Vorstand sowie die Mitglieder des KV und sicher auch die übrigen Borsteler Bürger danken Dr. Nölke für die Bereitschaft, das Amt des 1. Vorsitzenden des KV in einer schwierigen Übergangszeit angenommen und die Weichen neu gestellt zu haben. Wir wünschen ihm für die kommende Zeit gute Gesundheit, weniger Termindruck und erfolgreiche Forschung in Sachen Marcus und freuen uns, dass er seinen Rat und seinen Einsatz für den KV weiterhin einbringen wird.

B. P.

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