Leserbrief an den Kommunalverein:

Im Jahr 2001 gab es, kurz nach meinem Umzug von Groß-Borstel nach Berlin, ein häufig im Radio gespieltes Lied namens „Dickes B“.

Der Refrain dieses Stücks lautet:

Dickes B, oben an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut’s weh. Mama Berlin, Backstein und Benzin, wir lieben deinen Duft, wenn wir um die Häuser zieh’n“.

Das kannte ich ein wenig aus meiner Heimat. Nur, dass ich den Winter dort auch nie so schlecht fand.

Nicht ganz zwanzig Jahre später fällt mir erneut ein Dickes B auf. Diesmal prangt es auf der Titelseite des Borsteler Boten. Im Editorial steht dann „… und B wie Big B – so heißt es auch bei jüngeren Borstelern“.

Ich fühlte mich auch schon mal Big in Borstel. Als ich in der Pubertät nachts mit meinen Freunden durch Groß Borstel zog. Jetzt bin ich erwachsen geworden, empfinde Abgrenzung von Groß und Klein oft kindisch, brauche keine Anglizismen mehr und sage, wenn mich jemand fragt: Ich komme aus GroBo.

Max Fischer

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