Bericht über die Mitgliederversammlung am 13.6.2007

Der 1. Vorsitzende, Wolf Wieters, eröffnet die form- und fristgerecht einberufene Mitgliederversammlung um 20.00 Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung erheben sich die Anwesenden zu Ehren unseres verstorbenen Mitglieds, Frau Ursula Hartmann
(81 Jahre).    
Zur Tagesordnung:
1.    Die Niederschrift über die Mitgliederversammlung vom 9.5.2007 wird genehmigt.
2.    Es werden sieben neue Mitglieder in den Verein aufgenommen und herzlich begrüßt.
3.    Kommunale Angelegenheiten    
a.    Stadtteilentwicklung/Position des Kommunal-Vereins
         Versuch eines ‚Runden Tisches’ am 24.5.
Um die heftige Diskussion auf der Mitgliederversammlung vom 9.5. wieder zu versachlichen, hatte Wolf Wieters die Hauptredner auf der Versammlung zu einem ‚Runden Tisch’ am 24.5. ins Stavenhagenhaus eingeladen, bei dem es um inhaltliche Aspekte von Stadtteilentwicklung gehen sollte. Die Gruppe um die ‚Quartiersleute’ / Anwohnerinitiative war sehr stark vertreten und funktionierte die Veranstaltung um zu einer Diskussion über das Verhalten von Kommunal-Verein und Kirche, die allerdings ergebnislos blieb. Am Ende wurde vereinbart, mit Rembert Müller als Moderator und Mediator in kleinem Kreis der unmittelbar Beteiligten ein Konflikt-Gespräch zu führen. Erst danach soll es dann zu einem Sach-Gespräch über Themen der Stadtteilentwick-lung kommen. Weil das Konflikt-Gespräch aus Termingründen noch nicht stattgefunden hat, entfällt die im Juni-Boten für diese Mitgliederversammlung angekündigte Beschäftigung mit dem Thema Stadtteilentwicklung.  
    Artikel von Uwe Schröder im Juni-Boten
In dem Gespräch am 7.5. unter der Leitung von Helmut Vogt hatten W. Jäger und W. Wieters zugesagt, einen Artikel von Herrn Schröder im Juni-Boten zu veröffentlichen. Auf die angekündigte Stellungnahme ihrerseits auf der Mitgliederversammlung am 13.6. wollen sie nach den Erfahrungen des ‚Runden Tisches’ verzichten und Notwendiges bei dem geplanten Konflikt-Gespräch darlegen.
    Position des Kommunal-Vereins im Umgang mit den ‚Quartiersleuten’
Nach zahlreichen Gesprächen mit Groß Borsteler Bürgern bezieht der Vorstand des Kommunal-Vereins folgende Position und stellt sie in der Mitgliederversammlung zur Abstimmung:
Der Kommunal-Verein ist weder personell noch zeitlich in der Lage, professionelle Stadtteilentwicklung zu betreiben.
Also kann die Firma ‚Quartiersleute’ ein Konzept für die Stadtteilentwicklung erarbeiten, allerdings ohne finanzielle Forderungen an den Kommunal-Verein zu stellen. Sollten für bestimmte Projekte Mittel von Investoren oder öffentlichen Stellen bereitgestellt werden, kann sich die Firma darum bewerben und eigene Leistungen in Rechnung stellen. Im Zuge der Konzeptentwicklung gegründete Projektgruppen müssen allen Groß Borstelern, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen, zugänglich sein. Der Kommunal-Verein stellt die Mitgliederversammlung, den Boten und www.grossborstel.de für Berichte über die Arbeit zur Verfügung. Er wird sich nach seinen Möglichkeiten weiterhin um die Belange Groß Borstels kümmern.
Von Herrn Jahrmärcker wird in der Diskussion hervorgehoben, dass es seitens „Quartiersleute“ zu keiner Zeit beabsichtigt war, dem Kommunal-Verein Leistungen in Rechnung zu stellen.
Die Mitgliederversammlung stimmt dem Vorschlag des Vorstands ohne weitere Diskussion zu.
b.    „Hochhausbau“ am Klotzenmoor
Wegen des Gerüchts über einen Hochhausbau am Klotzenmoor hatte Frau Matthes-Walk beim Bezirksamt nachgefragt und die Auskunft erhalten, von einem Hochhausbau sei nichts bekannt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass auf dem Parkplatz des Hochhauses am Klotzenmoor Nr. 31 ein 5-geschossiges Gebäude  – das allerdings nicht unter die Definition ‚Hochhaus’ fällt –  mit einer Tiefgarage errichtet werden und bereits ein Bauvorbescheid erteilt sein soll. Dies stelle nur eine Ergänzung des bestehenden B-Plans aus dem Jahr 1965 dar, ein neuer sei nicht erforderlich. Einige Anwohner aus der Woltersstraße klagen gegen den Bau. 
Herr R. Müller  ergänzt als indirekt Beteiligter diese Ausführungen mit dem Hinweis auf den „politischen Deal“ von 1962 zum Bau der ersten Hochhäuser, mit konkreten Inhalten aus dem Bebauungsplan von 1965 und mit Informationen über den aktuellen Stand der Klage gegen das Vorhaben (siehe auch unter “Stadtteilgeschichte)
4.    Verschiedenes
a.    Herr Jäger informiert, dass seitens des Kommunal-Vereins zwei Strafanzeigen gegen unbekannt erstattet wurden:
–    gegen die nächtlichen Plünderungen der grünen Kommunal-Vereins-Infowand vor der Haspa,
–    gegen den vom ‚Markt der Nationen’ hinterlassenen Müll.
In diesem  Zusammenhang wurde auch auf eine gefährliche Lücke in  der Absperrung der Güterbahngleise hingewiesen, die inzwischen beseitigt wurde.
b.    Von einer Teilnehmerin wird die vom Kommunal-Verein inzwischen zum zweiten Mal organisierte Besichtigung der Container-terminals mit besonderem Lob bedacht. Herr Wieters kündigt weitere derartige Veranstaltungen an.
c.    Herr Steffen bittet um Rückmeldung zu seiner schriftlichen Anfrage an den Kommunal-Verein bezüglich der Vergabe von Standflächen beim Stadtteilfest. Herr Wieters, der die Rückmeldung bereits vor Tagen  gegeben hatte, erläutert kurz den Tenor seiner Rückmeldung, wonach er die Erhebung von Standgebühren zur Deckung der Kosten auch bei Anwohnern für berechtigt halte und alle Planungen ausschließlich den öffentlichen Grund betreffen.
Der 1. Vorsitzende beendet den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung um 20.35 Uhr. Im Anschluss liest Oliver Törner unter der Überschrift „Was ist Schnur?“ heitere und besinnliche Texte von Robert Gernhardt.

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