2021 soll alles fertig sein, wenn alles gut geht. Bis dahin spult sich ein scheinbar endloser Faden von Projektschritten ab, über den wir hier in loser Reihenfolge berichten wollen.

Zurzeit – so berichteten die Wulff-Leute im Begleitgremium am 21.11.2016 – liegen Baugenehmigungen für die Baufelder 9 und 10 vor, also die beiden ersten Abschnitte im Osten des 118.000 m² großen Areals auf dem insgesamt 89.600 m² Wohnfläche entstehen soll. Der Bauantrag zu Baufeld 8 ist eingereicht, vermutlich beim Erscheinen dieses Artikels auch schon genehmigt. Die Arbeiten am Baufeld 9 können also in Kürze begonnen werden. 1. Schritt: Erdarbeiten.

Parallel dazu werden Arbeiten am Entwässerungssiel vorgenommen. Deswegen kam es Ende November/Anfang Dezember zu temporären Teilsperrungen und geänderten Umleitungen in der Straße Kellerbleek.

Benjamin Hinsch, Projektleiter bei Otto Wulff, stellte auch die Vermarktungsseite tarpenbeker-ufer.de vor, auf der Interessenten Infos finden zu den Angeboten von Miet- und Eigentumswohnungen, zur geplanten Kita und zur Umgebung des Wohngebiets. Man kann also schon mieten, kaufen und in Kürze auch – wenn die Verhandlungen mit dem Kita-Betreiber abgeschlossen sind – Kitaplätze anmelden. Ab sofort können sich Wohnungsinteressenten bei Otto Wulff unter dieser Adresse melden: tarpenbeker-ufer.de.

Bei den anderen Blocks sind die Planungsarbeiten in vollem Gange. Teilweise werden jedoch noch Bauträger gesucht.

Nico Schröder vom Bezirksamt wies die Firma Wulff auf den starken Bedarf nach Wohnpflegegemeinschaften hin, zum Beispiel für Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Jeder, der einen solchen Fall in der Familie oder in der Nachbarschaft kennt, weiß wie hilfreich es wäre, wenn wir in Groß Borstel einen Teil der neuen Wohnungen für unsere älteren und pflegebedürftigen Einwohner planen würden. Ehepartner bräuchten dann zum Beispiel nicht getrennt werden, wenn einer von beiden erkrankt. Der Kommunalverein unterstützt diesen Vorschlag mit Nachdruck. Häufig werden Wohnungen für Wohn-/Pflegegemeinschaften von Wohnungsbaugenossenschaften geplant. Wenn also Otto Wulff bei den Verkaufsverhandlungen mit den Bauträgern diesen Bedarf (und die attraktiven Fördermöglichkeiten) berücksichtigen würde, könnte das neue Wohngebiet tatsächlich etwas Vorbildhaftes bekommen.

Klar sind nach einer Diskussion im Begleitgremium die Straßennamen; und zwar wird die Straße zum Baugebiet Gert-Marcus-Straße heißen, der Weg zur Brücke (entlang des Sportplatzes) soll nach einer ebenfalls in der Nazizeit immigrierten Groß Borsteler Künstlerin Anni-Glissmann-Weg genannt werden – so hat es der zuständige Regionalausschuss und die Bezirksversammlung beschlossen. Ursprünglich wollten die Wulff-Leute die Straße entlang des Wohngebietes „Am Tarpenbeker Ufer“ nennen. Sie schlossen sich aber der Mehrheitsmeinung im Begleitgremium an.

Noch nicht gefunden wurde ein Name für den Park zwischen den Baufeldern 8 und 7. Und es wurde auch überlegt, einen Namen für die Brücke über die Tarpenbek zu finden. Hier verlief, so erinnerte Jörg Lewin vom Regionalausschuss, die Grenze zwischen Hamburg und Dänemark.

Um den Weg ins Zentrum Groß Borstels für die Bewohner auch abends attraktiv zu gestalten, würde Projektleiter Benjamin Hinsch die neue Brücke über die Tarpenbek gerne mit LED-Leuchtbändern am Geländer versehen, die ein angenehmes Licht erzeugen. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer hatte dagegen noch Bedenken und wollte lieber einfache Mastlampen installieren, was für die Verbindung zwischen dem – wie wir jetzt wissen – ehemals dänischen und dem damals schon hamburgischen Teil Groß Borstels jedoch weniger schön wäre.

Eines noch: Der symbolische erste Spatenstich soll im Frühjahr erfolgen, verbunden mit einer Feier für alle Groß Borsteler. Ab dann soll es auch erste Baustellenbesichtigungen für die interessierte Öffentlichkeit geben.

Uwe Schröder

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