In der Ausgabe des Borsteler Boten vom September 2016 erschienenen Bildbeilage wurde auf der Mittelseite u.a. ein Mann erwähnt, den ich Ihnen als wichtigen Initiator der „Borsteler Rennbahn“ vorstellen möchte: Gustav Beit.

Er war ein Mann jenes alten Schlages, der mit Ausdauer und Zähigkeit das zu Ende führt, was er einmal angedacht hat. In den „Hamburger Correspondenten“ vom 15.12.1927 steht in seinem Nachruf: „Gustav Beits langes Leben (1854-1927) stand im Zeichen zweier Leidenschaften: Die eine war sein Geschäft, das er mit der ganzen Hingabe seines Geistes und seines Herzens betreute, die andere war der Sport. Es ist schwer zu sagen, welche von beiden dem Verstorbenen mehr gewesen ist.

Die Chemischen und Farbenfabriken Beit & Co. Und die Firma L.R. Beit, deren Mitinhaber er war sind hanseatische Unternehmen, sie hatten besonders auf dem Salpetergebiet große Erfolge, die ihm sicher stolze Genugtuung bereitet haben.

Anders verhielt es sich mit seiner Leidenschaft für den Sport. Es gehört schon ungeheurer Optimismus und Durchhaltevermögen dazu, um die Energie und den Idealismus zu behalten. Es ist Gustavo Beit über fünf Jahrzehnte trotz vieler Widerstände gelungen, den „Hamburger Sportclub“ 1880 gründen“, und die Borsteler Rennbahn (gegr. 1891) immer wieder auf Erfolg zu bringen. Er und sein Mitstreiter S. Del Banko haben viel Unterstützung erhalten von treuen Anhängern des Sports, bekannten Hamburger Familien und Freunden.

1903 wurde der Weg Nr. 297 zwischen der Alsterkrugchaussee und dem Weg beim Jäger laut Amtsblatt 173 vom 25.11. in Sportstraße umbenannt. Am 26.11.1948 benennt der Amtliche Anzeiger Nr. 11 die Sportstraße in Sportallee um. Es ist nicht schwer zu erraten, warum man diese Straße damals so benannt hat.

T. M.-W.

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