Bericht über die Mitgliederversammlung am 9. Mai 2007

Versammlungsniederschrift
Der 1. Vorsitzende, Wolf Wieters, eröffnet die form- und fristgerecht einberufene Mitgliederversammlung um 20.00 Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung erheben sich die Anwesenden zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder, Frau Gerda Harnecker (85 Jahre), Frau Frieda Münzner (64 Jahre) und Herrn Hans-Dieter Blank (73 Jahre).
Zur Tagesordnung:
1.  Die Niederschrift über die Mitgliederversammlung vom 11.4.2007 wird genehmigt.
2.  Es werden zehn neue Mitglieder in den Verein aufgenommen und herzlich begrüßt.
3.  Kommunale Angelegenheiten    
    
Stadtteilentwicklung – Veranstaltungen seit dem 19.4. / Position des Kommunal-Vereins
       
     Der außerordentlich gute Besuch der Veranstaltung am 19.4. macht deutlich, dass bei vielen Borsteler Bürgern der Wunsch nach oder zumindest Interesse an    möglichen Veränderungen im Stadtteil vorhanden ist.
Die Vorschläge von Herrn Schierhorn (Obstverwertung, Biokraftwerk, Immobiliengesellschaft) wurden von manchen Teilnehmern sehr skeptisch aufgenommen. Die drei Groß Borsteler Geschäftsleute wirkten sehr sympathisch, beschrieben aber nur ihre prekäre Situation, ohne konkrete Vorschläge zu deren Veränderung zu machen. Starken Anklang fanden die Forderungen nach einem Stadtteilzentrum als Ort für Information und Kommunikation. In den ausgelegten Listen gab es für dieses Thema die meisten Eintragungen, deutlich weniger bei Energie/Umwelt, gar keine bei Handel/Arbeitsplätze/Gewerbe.
Am Dienstag, 24.4., fand die erste Sitzung der Arbeitsgruppe Energie/Umwelt statt. Anwesend waren außer den Moderatoren leider nur drei interessierte Bürger. Behandelt wurde das Thema Biokraftwerk, bei dem zahlreiche Fragen entstanden und zur weiteren Bearbeitung verteilt wurden. Am Mittwoch, 25.4., tagte die Arbeitsgruppe Stadtteilzentrum. Auch diese Gruppe war personell nicht sehr groß, entworfen wurde eine sehr umfangreiche Palette möglicher Angebote; auch die Frage nach geeigneten Räumlichkeiten wurde erörtert.
Leider ist das an sich begrüßenswerte Vorhaben ‚GB – jetzt gestalten wir’ auch mit einer Reihe negativer Begleiterscheinungen verbunden:
Im Verlauf der Veranstaltung entstand bei Teilnehmern der Eindruck, dass die drei Moderatoren als Gründer der Firma ‚Quartiersleute’ nicht mehr ausschließlich als ehrenamtlich tätige Bürger an der Gestaltung unseres Stadtteils mitwirken wollten, sondern auch materielle Interessen hatten. Am Ende der Veranstaltung tauchte dann der Hinweis auf die Webseite www.meinBorstel.de auf. Diese Seite wird mit Werbung finanziert und soll, wie inzwischen klar ist, auch zusätzliche Einnahmen erzielen.
Angesichts des jetzt deutlich gewordenen kommerziellen Hintergrundes der Veranstaltung, zu der nur Borsteler Institutionen eingeladen hatten, in denen ehrenamtlich gearbeitet wird, haben W. Jäger und W. Wieters am 25.4. den drei Herren erklärt, dass die Zusammenarbeit ruhen werde, bis die Vorstände von St. Peter und Kommunal-Verein sich mit der Angelegenheit befasst und Entscheidungen über ihr weiteres Verhalten getroffen hätten.
Der Vorstand des Kommunal-Vereins ist nach intensiver Diskussion übereingekommen, keine aktive Unterstützung kommerzieller Interessen der Initiatoren der Veranstaltung zu  leisten. Eine ähnliche Position hat auch der Kirchenvorstand von St. Peter eingenommen.
Auf Bitten von Herrn Schröder hat am Montag, 7.5., ein von Helmut Vogt moderiertes Gespräch zwischen den Herren Heckenberger und Schröder einerseits und W. Jäger und W. Wieters vom Kommunal-Verein anderseits stattgefunden, in dem Abläufe, Fakten, Irritationen und Vermutungen offen angesprochen wurden. Als Ergebnis wurde vereinbart, den Dialog fortzusetzen und in  der Mitgliederversammlung den Initiatoren der Veranstaltung die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
Herr Schröder erläuterte seine Motivation für die Arbeit am Thema Stadtteilentwicklung und die Gründung der Firma ‚Quartiersleute’. Da er sich vom Kommunal-Verein, der keine Veränderungen wolle, nicht unterstützt fühle, erklärte er seine Mitarbeit an dem Vorhaben für beendet. – Herr Heckenberger bezeichnete die Webseite www.meinBorstel.de als sein „Geschäftsmodell“ und bedauerte, seine kommerziellen Interessen nicht bereits bei Beginn der Planungen für das Vorhaben bekannt gegeben zu haben.
In der anschließenden sehr kontrovers verlaufenden Diskussion waren sich die meisten Redner zumindest in einem Punkt einig: die für Groß Borstel wünschenswerte Beschäftigung mit der Stadtteilentwicklung dürfe nicht zu einer Spaltung der dabei aktiven Bürger führen. 

Der 1. Vorsitzende beendet den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung um 21.00 Uhr. Im Anschluss erfreuen ‚De Speellüüd’ die Zuhörer mit bekannten und beliebten Melodien.

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