Hermann Schulz, 1938 als Sohn eines Missionars in Ostafrika geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend im Wendland und am Niederrhein. Er durchlief eine Buchhändlerlehre und engagierte sich im Evangelischen Jugendschriftenverlag, damals geleitet von Johannes Rau, dem späteren Bundespräsidenten. 1967 bis 2001 leitete er den Peter Hammer Verlag. Zahlreiche Reisen führten ihn nach Afrika, in den Vorderen Orient, nach Mittel- und Südamerika.

Auf dem Strom“, die Geschichte eines Missionars, der seine todkranke Tochter 7 Tage in einem Kanu zur nächsten Krankenstation bringt, war ein großer Erfolg, wurde im Ausland übersetzt und erlebte viele Auflagen und Ausgaben. Im Jahresabstand folgten die Romane „Iskender“ und „Sonnennebel“.

Seine Bücher umkreisen die Kindheit im Wendland („Warum wir Günther umbringen wollten“, 2013), die Jugend am Niederrhein unter Taubenzüchtern („Sonnennebel“, 2000) und seine Erlebnisse und Eindrücke in Ostafrika („Zurück nach Kilimantinde“, 2003, und „Leg nieder dein Herz“, 2005). Hermann Schulz ist ein großartiger Erzähler, ein Humanist, ein politischer Mensch. Wir freuen uns auf einen Abend mit Lesung, Vortrag und Gesprächen.

Die Lesung findet statt am 12.04.2018 im Högersaal, Schrödersweg 1 ab 19:30 Uhr.

Klaus Humann