Editorial
Liebe Borstelerinnen, liebe Borsteler,
die ersten zehn Tage im März in diesem Jahr waren mal wieder die berühmten „zehn Sommertage im März“. Das war wunderbar, der monatelange Winter mit Schnee und Eis über Nacht vorbei und der Garten ganz plötzlich der liebste Ort! Und gleichzeitig ein neuer Schrecken: Krieg der USA und Israel gegen das Mullah-Regime in Iran, das seit langem Krieg gegen das eigene Volk führt. Und als Folge schon nach ein paar Tagen eine neue „Ölkrise“ mit hohen Spritpreisen an den Tankstellen und die Befürchtung, die ganze Weltwirtschaft könnte in eine schwere Krise geraten durch die Blockierung und Verminung der Meerenge im Persischen Golf an der sogenannten Straße von Hormus.
Nun also Iran. Ohne Plan.
Wir können als einzelne in dieser chaotischen Welt im Umbruch kaum realisieren, was gerade passiert, weil in rasendem Tempo schon morgen wieder alles anders ist. Das macht oft Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit. Wir können uns nur auf unseren Alltag konzentrieren, spüren, was gut für uns ist, was wir bewahren wollen, was sich ändern kann und sollte, wozu wir selbst bereit sind, etwas zu tun, damit unser Leben mit anderen zusammen wertvoll und lebenswert bleibt und wird. Und das heißt gerade auch: Rausgehen, die Sonne genießen, die Balkonkästen bepflanzen, das alte Laub wegfegen, wieder mehr Nachbarn auf der Straße treffen und Klönschnack halten, den Primeln beim Blühen zugucken, ein Ausflug ins Grüne.
Und tanzen! Jeden vierten Freitag im Monat gehen die Mamas, Noch-nicht-Mamas, Nicht-Mamas und Omas tanzen im Stavenhagenhaus. Mir hilft das!
Ein frohes Osterfest, mit oder ohne Osterfeuer. Und viel Sonne! Das hilft auch!
Herzlich Ihre Ulrike Zeising

