pfel3Unter diesem neugierig machenden Titel beginnt in diesem Herbst in Groß Borstel ein Projekt, dessen Grundidee der Borsteler Bürger Jan Schierhorn bereits vor zwei Jahren auf der Auftaktveranstaltung zum Stadtteilentwicklungsprojekt “Groß Borstel – jetzt gestalten wir!” vorgetragen hatte. Die etwas spöttische Reaktion mancher Teilnehmer irritierte ihn nicht, er entwickelte die Idee weiter, konkretisierte sie, suchte Partner und reichte eine Projektskizze bei der Initiative „Anstiften!“ der Körberstiftung ein, bei der kreative und gemeinnützige Ideen für Hamburg gesucht wurden. Unter 1070 Bewerbern gehörte er zu den 66 Gewinnern und erhielt am 9. Juli dieses Jahres einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro, um sein Vorhaben umzusetzen.

Worum geht es? Tausende Obstbäume in unserer Stadt werden aus  unterschiedlichen Gründen nicht oder nur zum Teil abgeerntet. Jan Schierhorns Idee war nun, dieses Obst kostenlos zu ernten, zu Saft und Marmelade zu verarbeiten und zu verkaufen, wobei der Erlös wieder dem Projekt zu Gute kommen soll. Als Partner konnte er die Winterhuder Werkstätten am Klotzenmoorstieg gewinnen, sie stellen die von dem ebenfalls beteiligten Garten- und Landschaftsbauer Schlatermund geschulten Erntehelfer. Diese pflücken eine mit dem Baumbesitzer festgelegte Menge Obst, die dann am Klotzenmoorstieg verarbeitet wird. Ziel des Projektes ist die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. 

Der Testlauf des Projekts in diesem Herbst startet in Groß Borstel – nicht nur, weil Jan Schierhorn sich dem Stadtteil, in dem er wohnt, so verbunden fühlt, sondern auch weil  in unserem grünen „Dorf“ in Kleingärten und auf privaten Grundstücken sehr viele nur teilweise genutzte Obstbäume stehen. In dieser Phase soll eine Konzentration auf Äpfel und deren Verarbeitung zu Saft erfolgen, damit für den Anfang nicht mehrere unterschiedliche Produktionsabläufe organisiert werden müssen. 

Der Kommunal-Verein möchte das Projekt unterstützen, weil es tätige Hilfe für in unserem Stadtteil bei den Winterhuder Werkstätten beschäftigte Menschen bietet. Deshalb bitten wir alle Groß Borsteler mit Apfelbäumen in ihrem Garten zu überlegen, ob sie im Herbst nicht selbst verwertete Äpfel übrig haben, die sie dem Projekt zur Verfügung stellen können. 

Wir wünschen dem Projekt “Das Geld hängt an den Bäumen” gutes Gelingen und viel Erfolg!

Wolf Wieters

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