Büroservice Antonia Arnold

Seit 13 Jahren ist sie Groß Borstelerin, fühlt sich in unserem Stadtteil sehr wohl und hat sich im Oktober 2004 an der Papenreye mit ihrem Büroservice selbstständig gemacht: Antonia Arnold. Die ausgebildete Bürokauffrau hat zunächst in verschiedenen Firmen  Erfahrungen gesammelt, bis sie von ihrem letzten Arbeitgeber wegen der Aufgabe einiger Betriebseinheiten entlassen wurde. Diese Situation nahm Frau Arnold zum Anlass, es mit der Selbstständigkeit  zu versuchen, und die vergangenen sieben Jahre zeigen ihr, dass die Entscheidung richtig war.

Welche Vielfalt sich hinter so trockenen Begriffen wie Buchhaltung, Schreibservice, Diplomarbeiten, Korrekturen oder Telefondienst verbergen, erfuhr ich bei meinem Gespräch mit Antonia Arnold. So bekommt sie durch den Schriftwechsel für Rechtsanwälte Einblicke in spannende Problemfälle. Über Buchkorrekturen für Verlage steigt sie ein in die hamburgische Geschichte, z.B. die der Speicherstadt oder in die Entwicklung der Hafen-City. Sie schildert mir, wie anregend und lehrreich der Schreibservice von Diplomarbeiten sein kann, besonders wenn sich ausländische Studenten wegen nicht ausreichender Sprachkenntnisse an sie wenden. Ganz besonders kreativ wird ihre Arbeit, wenn sie in der werblichen Branche tätig wird: da berät sie z.B. bei der Gestaltung von Flyern, sorgt für den Druck derselben, ermittelt Adressen und übernimmt den Versand. Es erfordert schon viel Flexibilität, sich auf Menschen aus unterschiedlichen Branchen einzustellen und den richtigen Ton zu treffen. Das trifft auch zu bei Telefon- und/oder Sekretariatsdiensten, die Antonia Arnold u.a. während der Urlaubszeit übernimmt oder weil die Mitarbeiter viel unterwegs sind.

Ein Hauptbetätigungsfeld ist und bleibt jedoch ihre Buchhaltung. “Wir erledigen alles, was in der Buchhaltung anfällt”, erklärt mir Antonia Arnold, “angefangen vom Sortieren der Unterlagen bis hin zum Buchen der laufenden Geschäftsvorfälle, wir übernehmen u.a. das Mahnwesen und die Lohnabrechnungen, erstellen Einnahme-Überschussrechnungen und bereiten die Steuererklärungen für den Steuerberater vor.”  Und auch dieser Bereich, betont Frau Arnold, wird interessant und lebendig durch die Firmen, für die sie arbeiten, wie Handwerksbetriebe, Exportunternehmen, ein Zeitschriftenverlag und demnächst sogar eine kleine Filmproduktion.

Es ist ein wirklich weites Feld, in das Frau Arnold mir Einblick gegeben hat. Natürlich kann sie nicht alle Arbeiten selbst erledigen, deshalb beschäftigt sie eine Aushilfe an zwei Tagen in der Woche, hat einen Auszubildenden, eine Umschülerin und hin und wieder Praktikanten. – Und ganz per Zufall ist sie auch noch in die Hausverwaltung eingestiegen. Es ist z.Zt. nur ein Objekt, und sie versichert mir, dass es auch dabei bleiben wird!

                                                         

T. M.-W.

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