Groß Borstels Lustgärten

buchtitel_lustgaerten_farbe "Groß Borstels Lustgärten" Teil 2
  Die Geschichte der Parks und ihrer Bewohner
 
 weitere Informationen zum Buch

 

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Teil 1

lustgaertenDas Buch "Groß Borstels Lustgärten" ist eine gebundene Ausgabe im Format 17 x 24 cm und hat einen 4-farbigen Einband. Es hat 128 Seiten im 135g matt gestrichenen Bilderdruck, enthält über 100 Fotos bzw. Abbildungen,
davon ca.30 Farbfotos.

Der Preis beträgt 14,50 € und ist erhältlich
– im Stavenhagenhaus, Frustbergstr. 4, Tel.: 5533800,
– bei Traute Matthes-Walk, Woltersstraße 6,
Tel.: 5141894,
– in einigen Groß Borsteler Geschäften
(z.B. Optik – Facklam, Borsteler Chaussee 111,
Hubertus Apotheke, Borsteler Chaussee 113) sowie

in Buchhandlungen – ISBN-13:978-3-00-019888-5.

„Groß Borstels Lustgärten“ –
Die Geschichte der Parks und ihrer Bewohner

Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Gartengeschichte Hamburgs. Bereits seit dem 16. Jahrhundert legten wohlhabende Hamburger Kaufleute, Bürgermeister, Senatoren, Rechtsanwälte etc. innerhalb und außerhalb der Stadtmauern ihre Lustgärten an. Traute Matthes-Walk beschreibt die Entwicklung vom Renaissance- bis zum Englischen Landschaftsgarten sowie die Bedeutung der großen Privatgärtnereien der Gartenbesitzer. Auch das kleine Dorf „Bostel“ hatte Anteil an dieser Geschichte. Da es sich durch eine reizvolle Umgebung auszeichnete, erwählten bekannte Hamburger Bürger das Dorf an der Tarpenbek zu ihrem Sommersitz, ihrem „Lustgarten“.
Traute Matthes-Walk stellt zunächst zwei der insgesamt vier ehemaligen Borsteler Lustgärten vor:
„Brödermanns Kohlgarten“ und „Pehmöllers Garten“. Die Schicksale der jeweiligen Eigentümer sowie die Zeitgeschichte spiegeln sich auch in der Geschichte dieser Gärten wider. So lernt der Leser z.B. die bekannte Schiffsmaklerfamilie Brödermann und die Zeit der Segelschifffahrt kennen. Er erhält eine anschauliche Beschreibung des Brödermannsparks um 1930, bevor die letzten Eigentümer ihn an den Hamburger Staat im Zuge der Weltwirtschaftskrise verkaufen müssen. Er erfährt, warum die Entwürfe des bekannten Architekten Fitz Höger für eine geplante Parkrandbebauung in den Schubladen der Behörde verschwindet, der Park ab 1933 in den Besitz der Nationalsozialisten gerät und Beiersdorf 1937 das – noch heute bestehende – Kindertagesheim „stiftet“.
Bevor „Pehmöllers Garten“ zum Lustgarten wurde, legte ein Hamburger Unternehmer dort eine Wachsbleiche an. Über die Kerzenherstellung und das damit verbundene Bleichen von Bienenwachs um die Mitte des 18. Jahrhunderts gibt das Buch ausführlich Auskunft.. Der spätere Lustgarten ist benannt nach dem Senator Christian Nikolaus Pehmöller. Er hat sich zur Zeit der Franzosenherrschaft um Hamburg (1806-1814) verdient gemacht. Als Leiter der Hamburger Bank kämpfte er monatelang um Hamburgs „silberne Seele“, d.h.. um die eingelagerten Silberbarren und Fonds der Bank. Er setzte sich schon sehr früh für die Verstaatlichung der „Allgemeinen Armen-Anstalt“ ein und wirkte als Protoscholar (vergleichbar mit dem heutigen Schulsenator) beim Neubau des Johanneums am Speersort mit. Ab 1890 besaß die Familie Kämmerer-Zahn den Park über drei Generationen fast 90 Jahre lang. Ihr Schicksal und das Schicksal des Parks verfolgt Traute Matthes-Walk bis in die Gegenwart. Zwar war der Park bereits 1957 von der letzten Eigentümerin Ellen Zahn an die benachbarte Aggregatebaufirma Ad. Strüver verkauft worden, das im Kaufvertrag festgelegte lebenslange Wohnrecht schützte ihn jedoch bis 1976 vor einer industriellen Bebauung. Auch der danach erfolgte ständige Besitzerwechsel sorgte dafür, dass der historisch bedeutende, mit uraltem Baumbestand und einem großen Teich ausgestattete Park noch heute in seiner ursprünglichen Größe erhalten geblieben ist.

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