Liebe Borstelerinnen, liebe Borsteler,

Gelassenheit, Mut und Zuversicht sind innere Haltungen, die uns helfen, schwierige Lebensphasen und Krisen besser zu bewältigen. Jeder hat andere Methoden und Strategien in seinem Leben, wie er versucht, in stürmischen Zeiten die Fassung zu bewahren. Es gilt, nicht auf jeden äußeren oder inneren Reiz impulsiv zu reagieren, sondern dessen Bedrohlichkeit oder Ärgerpotenzial rational einzuschätzen und die eigene Reaktion darauf bewusst wahrzunehmen. Vielleicht nutzt man die Box-Atmung (4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden Luft anhalten, 4 Sekunden ausatmen, 4 Sekunden anhalten), um schnell runterzukommen, man kann aus dem Raum gehen und damit aus der Situation, die stressig ist, man kann einen Augenblick aus dem Fenster blicken und den Wolken zuschauen oder einmal um den Block laufen.

Unser Leben ist täglich überflutet von Reizen und Krisen: Wer morgens beim Rasieren schon Nachrichten hört, beim ersten Kaffee die Zeitung liest oder das Handy nach News checkt, hat schon eine Portion Krise und Stress getankt. Wenn dann noch die Sportschuhe des Jüngsten unauffindbar sind, der Toast verbrennt, weil das Telefon klingelt, die Warteschleife bei der Versicherung, der Bank, dem Mobilfunkanbieter einen verzweifeln lässt oder die Webseite sich hartnäckig weigert, den begehrten Pullover in den Warenkorb zu befördern: Dann fühlt man Ohnmacht, möchte aus der Haut fahren, es fehlt die Gelassenheit. Jetzt braucht es Mut, sich der Bewältigung des Problems zu stellen und eine Lösung zu suchen: Zum Beispiel genau zu rekonstruieren, wo die Sportschuhe zuletzt gesichtet wurden, eventuell bäuchlings unterm Bett nach ihnen zu suchen. Einen neuen Toast machen. Beschließen, den Mobilfunkanbieter in einer ruhigeren Situation zu kontaktieren. Und das Chaos in der Welt nicht im Morgentrubel klären zu wollen.

Mut bedeutet, sich den Dingen zu stellen, die man verändern kann, und Herausforderungen aktiv anzugehen, anstatt vor ihnen zu kapitulieren. Das kann auch bedeuten, etwas sein zu lassen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Was hilft, ist die Zuversicht, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Vielleicht nicht die Lösung, die man fest im Kopf hat, sondern eine andere, die sich dann überraschend als gut erweist. Mit dieser Einsicht und Erfahrung steigt die Zuversicht. Und das ist sehr gesund!

Was auch Gelassenheit und Zuversicht fördert, sind schöne Erlebnisse und Aktivitäten, am besten gemeinsam mit anderen Menschen. Im November bieten wir Ihnen und Euch viele Möglichkeiten dazu im Stavenhagenhaus: Am Donnerstag, 5. November, treffen wir uns zwanglos zum Klöntreff ab 19.00 Uhr, am Samstag, 7. November, startet die große Tanzparty mit DJ Frank von 19.00 bis 24.00 Uhr. Oliver Lück berichtet am Mittwoch, 11.11., mit vielen Bildern von seiner 30-jährigen Reise im VW-Bulli durch Europa. Am Donnerstag, 19. November, startet zum zweiten Mal der Unternehmer-Klöntreff ab 19.00 Uhr – beim ersten Mal ein voller Erfolg mit 16 Teilnehmern! Und wie immer am vierten Freitag im Monat tanzen am 27.11. die Moms on the Dance Floor! Am ersten Adventswochenende, am 28. und 29. November, findet der jährliche Adventsmarkt in allen Räumen des Stavenhagenhauses statt. Trotz Umbau!

„Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins“, so die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach. Und die Zuversicht ist der feste Glaube an das Morgen. Sie fungiert als positiver Kompass für kommende Tage.

Darum verabschiedet sich Ingo Zamperoni seit Jahren am Ende seiner Moderation bei den Tagesthemen mit „Und … bleiben Sie zuversichtlich!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen entspannten, gelassenen, zuversichtlichen Herbst!

Herzlich Ihre Ulrike Zeising