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Freitag, 26. September 2008 |
"Grabhügel – Kriegerdenkmal – Nachdenkmal. Denkmal-Trilogie auf dem Licentiatenberg in Groß Borstel"
hat 182 Seiten im Format DIN A 4 und enthält über 100 Fotos bzw. Abbildungen.
Preis: 25,00 €
Erhältlich bei
- den Mitgliederversammlungen des Kommunal-Vereins im Stavenhagenhaus
- Wolf Wieters, Roggenbuckstieg 5, Tel. 553 59 19
- in einigen Groß Borsteler Geschäften (Optik - Facklam, Borsteler Chaussee 111, Hubertus
Apotheke, Borsteler Chaussee 113, ABC-Apotheke, Borsteler Chaussee 177)
- ocis Bücherservice Katrin Hecht, Holunderweg 24, Tel. 55 773-134
Die Denkmäler auf dem Licentiatenberg
Sie sind seit zwei Jahren abgebaut – vergessen sind sie wohl noch nicht, denn wiederholt waren sie Gegenstand heftiger Diskussionen im Stadtteil.Auf dem Licentiatenberg, der selbst bereits ein Denkmal ist - ein allerdings noch nicht ausgegrabener bronzezeitlicher Grabhügel - ließ der Kommunal-Verein 1922 ein Denkmal für 72 im 1. Weltkrieg gefallene Groß Borsteler errichten, das in Teilen von dem Bildhauer Richard Kuöhl stammt, der auch das umstrittene 76er-Denkmal am Dammtor entworfen hat.Obwohl nach dem 2. Weltkrieg durch eine am Sockel angebrachte Tafel ergänzt, die an die Opfer von Krieg und Faschismus erinnerte, erschien das Denkmal vielen Groß Borstelern zunehmend als kriegsverherrlichendes Ärgernis. Kirchengemeinde und Kommunal-Verein stellten die zu Ostern und am Volkstrauertag stattfindenden Feierstunden, die mehr und mehr problematisiert wurden, 1992 dann auch ein. Sehr viel grundsätzlicher in Frage gestellt wurde das Kriegerdenkmal durch die Anfang 1994 gegründete Bürgerinitiative ‚Groß Borstel gegen Rechts’, die darin ein „steingewordenes Manifest des Militarismus“ sah und es am liebsten abreißen wollte, dann jedoch Gerd Stanges Konzept eines Nachdenkmals „Schützengraben – Soldatengrab“ aufgriff. Das als kritische „Ergänzung“ des Kriegerdenkmals gedachte Projekt führte zu heftigen Kontroversen im Stadtteil, wurde jedoch durch einen eigens zu diesem Zweck gegründeten Förderverein 1999 realisiert.Danach ebbte die Erregung in Groß Borstel deutlich ab. Erst im Jahr 2005 begann eine erneute Diskussion – diesmal um die Zukunft beider Denkmäler auf dem Licentiatenberg, denn das Kriegerdenkmal war durch Vandalismus, der auch das Nachdenkmal nicht verschonte, restaurierungsbedürftig geworden. 2006 einigten sich Kirchengemeinde, Förder- und Kommunal-Verein im Konsens mit der Bevölkerung darauf, beide Denkmäler abzubauen. Die Bezirksversammlung folgte dieser Empfehlung und beschloss, Teile des Denkmals sowie einen Entwurf des Nachdenkmals dem Hamburgmuseum zu übergeben. Eine Broschüre sollte die Geschichte des bronzezeitlichen Grabhügels und der beiden Denkmäler dokumentieren.Die Forschungen des mit der Erarbeitung der Broschüre beauftragten Historikers Dr. Raffat vom Stadtteilarchiv Eppendorf ließen deren Umfang erheblich anschwellen. Entstanden ist ein Werk, das nicht nur die Geschichte des Licentiatenberges und seiner Denkmäler umfassend dokumentiert, sondern zugleich einen wichtigen Beitrag zur Groß Borsteler, damit aber auch zur hamburgischen Geschichte leistet.
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